Deutschland: Die Förderung der deutschen Sprache im Ausland ist ein Schwerpunkt der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands. Etwa 315 Millionen Euro jährlich werden gegenwärtig für die Förderung der deutschen Sprache im Ausland eingesetzt, vor allem an Auslandsschulen, an Hochschulen und in der Erwachsenenbildung. Die Zahl der deutschen Auslandsschulen ist von 117 Schulen im Jahr 2008 auf 142 Schulen im Jahr 2013 angestiegen. 2013 besuchten 81‘810 Schülerinnen und Schüler eine deutsche Schule. Die Nachfrage nach einem Deutschen Sprachdiplom steigt ebenfalls, da vielerorts Deutsch als zukunftsweisende Sprache gilt, die Arbeitsmöglichkeiten sei es in deutschsprachigen Ländern Europas oder in deutschen Firmen weltweit eröffnet. Schulen, die ein von Deutschland anerkanntes Diplom anbieten, und dabei von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen begleitet werden, haben sich seit 1999 mehr als verdoppelt (von 568 im Jahr 1999 auf 1’191 im Jahr 2013).

Zusammenarbeit: Die Schweiz und Deutschland pflegen seit vielen Jahren eine enge Kooperation im Auslandschulwesen. Die Schweiz arbeitete 2015 mit zwölf Deutschen Schulen zusammen, an denen sie 16 Schweizer Lehrkräfte unterstützte, die Schweizer Pädagogik, Werte und Traditionen in die Schulen einbringen. Dieses Fördermodell ist eine bewährte und von den Schweizer Eltern geschätzte Möglichkeit, um eine Schweizer Präsenz an Standorten ohne Schweizerschulen sicherzustellen. Als gelungenes Beispiel für die Kooperation ist die Schweizerschule Bangkok zu erwähnen, die von Deutschland ebenfalls mit vier Lehrkräften unterstützt wird und die Auszeichnung „Exzellente Deutsche Auslandschule“ erworben hat. Umgekehrt zeigt sich eine starke Schweizer Präsenz an der German Swiss International School Hongkong, an der 2015 insgesamt 86 Schweizerkinder eingeschrieben waren und die Schweiz drei Schweizer Lehrkräfte unterstützt.

Text aus: 2016, Bericht des Bundesamtes für Kultur (BAK) «Entwicklung des Netzes der Schweizerschulen im Ausland»